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nichts als Gespenster

Hans-Jürgen Küsel @, Tostedt, Montag, 20. Januar 2014, 22:44 (vor 3802 Tagen) @ Witchy Nightmare

Rasch möchte ich noch die verbliebenen wenigen Minuten als 59-jähriger nutzen, um zu diesem Thema auch noch mal Stellung zu nehmen.
Als "diehard" würde ich mich nicht bezeichnen, weil ich beide Gitarristen auf jeweils ihre eigene Weise für einmalig halte. Ritchie hatte einen (für meine beschränkten intellektuellen Fähigkeiten nicht näher zu definierenden) eigenen Stil, der zu Deep Purple passte wie der sprichwörtliche Faust aufs Gretchen (oder so ähnlich). Daran konnte man sich damals so sehr gewöhnen, dass man sich nur schwer vorstellen konnte, dass ein anderer Gitarrist mit einem entsprechend anderen Stil ebenso gut zu Deep Purple passen könne. Der Mensch (und ich zähle mich ein wenig dazu) ist halt ein Gewohnheitstier und mag drastische Veränderungen mithin nicht so gern. Der Fehler, den ich Ritchie eventuell vorwerfe (falls es denn ein Fehler ist) liegt in seiner geringen Bereitschaft, neue (bzw. andere) Impulse für sein Gitarrenspiel aufzunehmen.
Steve Morse spielt gänzlich anders als Ritchie, woran sich (s. o.) eben viele Fans nicht gewöhnen können, was aber integral zur Stellenausschreibung Von DP für einen neuen Gitarristen stand. Und Steve besitzt eine größere Bandbreite und eine größere Bereitschaft, andere Impulse für sein eigenes Spiel aufzunehmen. Das beweisen nicht nur "Major Impacts" 1 und 2, sondern auch so unterschiedliche Projekte, wie "Dixie Dregs" und "Steve Morse Band" (Jazzrock, z. T. Klassik), das Projekt mit Sarah Spencer (Folklore) oder der großartigen Sharon Isbin (E-Gitarre zu klassischen bzw. spanisch/lateinamerikanischen Themen oder Flying Colors (Südstaaten-Rock, z. T. mit "Progrockelementen" (wobei ich diese Schubladenbegriffe nicht sonderlich mag. Dadurch hat sich m. E. auch die thematische Bandbreite von DP erweitert, was ich persönlich für sehr positiv und auch spannend halte.
Aber für mich sind die "Blackmorians" genauso integre DP-Fans wie die "Morsemanics". Und ich finde, diese Meinungsverschiedenheiten können durchaus solidarisch ausgetragen werden (was einige britische (und nicht nur die) ein kleines bisserl mehr beherzigen sollten.
Mit solidarisch-rockigen Grüßen
Hans-Jürgen Küsel


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